Leitgedanken
Die Berufsorientierung nimmt an der PAB-Gesamtschule einen zentralen Raum ein: zunächst fächerübergreifend als Teil einer perspektivischen individuellen Lebensplanung.
Schülerinnen und Schüler begegnen Inhalten und Zielen, die sie befähigen sollen sich den unterschiedlichen Anforderungen ihrer späteren beruflichen und persönlichen Lebensrealitäten konstruktiv und erfolgreich zu stellen, nicht kritiklos, sondern Gegebenheiten und Strukturen hinterfragend.
Damit wird Berufsorientierung nicht nur Berufswahlunterricht, sondern will auch Kompetenzen entwickeln, die sowohl in späterer erwerbsmäßig organisierter Arbeit, wie in Haus- und Familienarbeit von Bedeutung sind. Schwerpunktmäßig beteiligt sind die Lernbereiche Arbeitslehre/ Wirtschaft und Gesellschaftslehre.
Berufsorientierung im engeren Sinn vollzieht sich als ein Prozess, der spätestens mit dem 7. Schuljahr beginnt.
Eine Vielzahl der dann in den folgenden Jahren im Programm aufgelisteten Bausteine sind für die Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Einzelne Bausteine zielen aber auch auf ein differenziertes, individualisierendes Angebot. Besonders hier wird die unterstützende Beratung zu einem notwendigen Merkmal.
Schülerinnen und Schüler unserer Schule planen unterschiedliche Laufbahnen, streben also unterschiedliche Abschlüsse an. Vor dem Hintergrund der Abhängigkeit beruflicher Perspektiven von erzielten Abschlüssen wird Beratung um so notwendiger. In der Person der Übergangscoaches des Projektes „Erfolgreich in Ausbildung“ hat die Schule Möglichkeiten, auf die nicht mehr verzichtet werden kann.
Berufsorientierung bedeutet auch „Kennenlernen der Arbeitswelt“. Neben Betriebserkundungen ist das dreiwöchige Praktikum des 9. Jahrgangs wesentlich, um den Schülerinnen und Schülern Einblicke in handwerkliche, industrielle, verwaltungstechnische oder soziale Berufsgruppen zu ermöglichen. Berufsorientierung und der Einblick in berufliche Prozesse bzw. Strukturen ergänzen sich. Insofern ist jede Schülerin und jeder Schüler - egal mit welcher Abschlussprognose – gefordert.
Bei allen Planungen bzw. inhaltlichen Festsetzungen und Zielformulierungen ist zu berücksichtigen, dass die Ausbildungsplatzsituation und damit die berufliche Perspektive der Schülerinnen sich nach wie vor dadurch auszeichnet, dass die Vermittlung in z. B. technische Berufe sehr schwierig ist, durchaus auch bedingt durch rollenspezifisches Verhalten der Mädchen.
Wichtig erscheint an dieser Stelle die Entwicklung eines Problembewusstseins bzw. einer Handlungskompetenz, die sich über diese gesellschaftlichen Zwänge hinwegsetzt.
Berufswahlorientierung an der Peter-August-Böckstiegel - Gesamtschule ist in ihren Inhalten, Zielen, Methoden und Strukturen fortwährender Veränderung und damit Weiterentwicklung unterworfen. Sie reagiert auf neue Anforderungen und Situationen. Dieser Veränderungsprozess ergibt sich auch aus der Tatsache immer neuer Finanzierungswege und Finanzierungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Bausteine.
Berufswahlorientierung benötigt letztendlich auch die Unterstützung und Mitarbeit unterschiedlicher außerschulischer Kooperationspartner. Deshalb haben wir uns erfolgreich um zahlreiche Kooperationspartner der heimischen Wirtschaft und anderer Institutionen bemüht und freuen uns über die konstruktive Zusammenarbeit mit ihnen.
Aktualisiert (Samstag, den 21. Januar 2012 um 14:13 Uhr)
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