Sozialarbeit

An der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule sind im Schuljahr 2004/05 zwei Diplom-Sozialarbeiter beschäftigt. Eine Kollegin ist halbtags und ein Kollege vollzeitbeschäftigt. Beide sind über die Sekretariate der Standorte und über eine Direktwahl telefonisch erreichbar. Jede Kontaktaufnahme wird auf Wunsch vertraulich behandelt.
(Borgholzhausen: 05425-9443-28/ Werther: 05203-97426-68)

1. Grundsätze

Schulsozialarbeit stellt eine Kooperationsform zwischen Jugendhilfe und Schule dar. Die Jugendhilfe stellt nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz Leistungen und Angebote außerhalb und neben Familie, Schule und betrieblicher Ausbildung bereit. Sozialarbeit in der Schule ist eine zusätzliche pädagogische Ressource neben den Lehrenden und ihrem beruflichen Auftrag. So können Lehrer, Schüler und Eltern ein zusätzliches pädagogisches Element mit spezifischen Zielsetzungen, Methoden, Aktivitäten und Herangehensweisen nutzen. Die Schulsozialarbeit geht über den Regelauftrag und die Regelaufgaben von Lehrenden hinaus. Sie erweitert das Selbstverständnis von Schule und ergänzt den beruflichen Handlungsauftrag von Lehrern da, wo sie ihn allein nicht umsetzen und realisieren können.


2. Ziele und Aufgaben

Schulsozialarbeit hat den Auftrag die Lebens- und Lernbedingungen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und ihre individuelle und soziale Entwicklung zu fördern.

Wir nehmen Kontakt zu Organisationen, Vereinen, Verbänden und Einrichtungen im sozialräumlichen Umfeld der Schule auf. Dazu gehören Jugendzentren, Nachbarschafts-Initiativen, kommunale Verwaltungen und die lokale Jugendhilfe als Planungsgruppe. Schulsozialarbeit verweist präventiv und durch beratende Tätigkeit auf diese Angebote.

So tragen wir zur Vernetzung bestehender Dienste und Angebote im Sozialraum der Schule bei. Da das Einzugsgebiet der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule mehrere Gemeinden aufweist, ergibt sich daraus eine Vielzahl von Kooperationspartnern.

Grundsätzlich sind wir mit den Konzepten auf eine präventive Arbeitsweise eingestellt. Doch im Schulalltag reagieren wir häufig auf aktuelle Probleme und Krisen, für die es keinen Aufschub mehr geben darf und die neben dem Unterricht einer Klärung bedürfen.

Wir bringen erzieherische Themen ein, wie Drogenkonsum, Sucht und Abhängigkeit, Konflikt- und Gewaltverhalten, Mediennutzung oder sexuellen Missbrauch.

Hilfestellung in Problemlagen bieten wir an, wenn Leistungsdefizite oder Leistungsabweichungen das Lernverhalten bestimmen. Ebenso bei Verhaltensauffälligkeiten im Schulalltag oder bei Entwicklungsverzögerungen. So bedarf es bei eine Lese-Rechtschreibschwäche (LRS), einer auffallenden Rechenschwäche (Dyskalkulie) oder einer Aufmerksamkeitsstörung (ADS) einer speziellen Diagnostik ebenso, wie einer Stärkung und besonderen Förderung des Kindes oder Jugendlichen.

Eine wesentliche Aufgabe stellt die Vorbereitung der Jugendlichen auf die Ausbildung und Weiterbildung dar. Diese Aufgabe erfüllen besonders die Klassenlehrer in den Jahrgängen 9 & 10 und der Beratungslehrer für die Berufsvorbereitung. Jedoch erfordert die wirtschaftliche und politische Situation hier besondere Leistungen, die auch von externen Projekten wie der „Wegeplanung“ durch Schulsozialarbeit erbracht werden.

Ebenso werden die interessengebundene Angebote für Schüler im Ganztagbetrieb durch die Schulsozialarbeit mitgestaltet.

Bedingungsfaktoren kindlicher Sozialisation



(STO/ WEG)

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