Vom 27. bis 31. März 2011 fand unsere Studienfahrt nach Krakau und Auschwitz statt. Wir waren sehr gespannt auf das Programm und auf die Eindrücke, mit denen wir zurückkommen werden.
Während unseres Aufenthalts besichtigten wir das Stammlager Auschwitz I, das Vernichtungslager Birkenau, das jüdische Viertel in Krakau und hatten eine Stadtführung durch die Altstadt von Krakau.
Nach einer problemlosen Nachtfahrt bekamen wir am ersten Tag unseres Aufenthalts in Polen eine dreistündige Stadtführung durch Krakau, bei der uns die Stadtführerin die Geschichte Krakaus erzählte. So sahen wir die Tuchhallen mit ihren Renaissancefassaden, die auf dem größten Marktplatz Europas stehen.
Beeindruckend war die Marienkirche, die noch heute deutlich macht, wie reich Krakau im Mittelalter war. Unser Rundgang durch die Altstadt führte uns zum Florianstor, an der St.-Peter- und-Paul-Kirche vorbei zum Wawel-Hügel mit der Krakauer Kathedrale, (Krönungskirche der polnischen Monarchen) und dem königlichen Schloss. Bei unserem Rundgang gingen wir auch auf den Spuren des ehemaligen Papstes Johannes Paul II, der als Bischof in Krakau tätig war.
Mit gemischten Gefühlen fuhren wir am zweiten Tag nach Auschwitz. Dort hatten wir als erstes ein Zeitzeugen-Gespräch mit Herrn Wilhelm Brasse, einem mittlerweile 93-jährige Mann, der vier Jahre lang als Häftling Lagerfotograf im Konzentrationslager Auschwitz war. Er erzählte uns zwei Stunden von seinen Erlebnissen, so z.B. dass er die Opfer der menschenverachtenden medizinischen Experimente fotografieren musste. Während des Gesprächs erfuhren wir auch viel von seinem Leben, dass er heute noch immer unter den körperlichen Folgen der Misshandlungen, die er dort erlitten hat, leidet. Nach diesem Gespräch wurden wir durch das Stammlager Auschwitz I und durch das Vernichtungslager Birkenau geführt, dass das größte deutscheVernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus war. Hautnah wurden wir mit den Greueltaten des Nationalsozialismus konfrontiert. Mit dem Wunsch, dass so etwas nie wieder passieren darf, fuhren wir nach Krakau zurück.
Am letzten Tag unseres Polenaufenthalts wurden wir durch das jüdische Viertel von Krakau geführt, sahen die Drehorte des Films „Schindlers Liste“. In dem Stadtviertel Kazimierz besichtigten wir den alten Judenfriedhof und mehrere Synagogen. In der Remuh-Synagoge, in der auch heute Gottesdienste gefeiert werden, erfuhren wir viel über die jüdische Religion.
In Schindlers Emaillewarenfabrik , jetzt ein historisches Museum, informierten wir uns über Krakau während der Nazi-Besetzung, über das Jüdischen Ghetto und die Schicksale der jüdischen Bevölkerung Krakaus.
Im Großen und Ganzen war diese Studienfahrt, trotz und vielleicht gerade wegen des anstrengenden Programmes, sehr informativ und interessant. Mit vielen neuen Eindrücken fuhren wir nach Borgholzhausen zurück.
Die Klasse 10 Efeu
Aktualisiert (Dienstag, den 30. August 2011 um 09:09 Uhr)