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"Die Befristeten" - Aufführungen der Kurse Literatur und Vokalpraxis

Die Kurse Literatur und Vokalpraxis der Jahrgangsstufe 12 präsentierten:

Elias Canetti: Die Befristeten

„Die Menschheit lässt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt. Sie würde an Unsterblichkeit glauben, und wenn sie das Gegenteil wüsste.“

Christian Friedrich Hebbel (* 1813; † 1863)

Was Hebbel in dem Zitat frei behauptet, stellt Elias Canetti in seinem Drama „Die Befristeten“ auf die Probe. Sein Stück ist ein Gedankenexperiment, welches eine Welt entwirft, in der jeder Mensch über seinen Todeszeitpunkt, den ‚Augenblick‘, Bescheid weiß - und damit über die ihm zugemessene Lebenszeit. Wie lebt es sich mit einer solchen Aussicht? Was machen die Menschen in diesem Wissen mit ihrem Leben? Vor allem aber: Wem nützt der Glaube an die Notwendigkeit eines geplanten Todes? Es stellt sich bald heraus, dass die alten Zeiten des möglicherweise jederzeit eintreffenden Todes nicht vergessen sind, und ein junger besonnener Mann wagt das Verbotene zu denken: Gibt es einen Ausweg aus dem Leben, in dem unser Schicksal bekannt ist? Ist es Gefahr oder Gewinn? Oder am Ende sogar beides? Der mächtige Kapsellan jedoch, Stellvertreter des Systems, kann dies nicht zulassen.

Elias Canetti (* 1905; † 1994) war ein deutsch-russischer Schriftsteller, der 1981 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde. In seinem vielfältigen Werk, das sowohl autobiografische, anthropologische, dramatische Schriften als auch Romane umfasst, setzt er sich besonders mit dem Thema auseinander, wie es möglich ist, dass der Mensch immer wieder den Verlockungen totalitärer Systeme unterliegt.

 

Generation Üc - Ein Projekt des Philosophiekurses der Klasse 10 Tiger

Schülerstimme zum Projekt: "Etwa zwei Monate lang haben wir in Gruppenarbeit Statistiken (u.a. zu Schülerinnen und Schülern unserer Schule und deren Migrationshintergründen) erstellt, sind mit einer Umfrage durch die Klassen gegangen und einige Mitschüler und Mitschülerinnen haben sogar einen Film über einen türkischen Ladenbesitzer und sein Leben in Deutschland gedreht.

Dabei ging es uns vor allem darum, wie die (dritte) Generation von Einwanderinnen und Einwanderern in unserem Alter mit der Zweisprachigkeit, den verschiedenen Kulturen und Religionen und dem Verhältnis zu ihren (beiden) Heimatländern umgehen."

 

Vatan, kayit oldugun yer degil.

Vatan, anlasildigin yer dir.

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Heimat ist nicht da, wo man gemeldet ist.

Heimat ist da, wo man verstanden wird.

 

Ehemaliger Fußballnationalspieler besucht PAB

Der ehemalige Fußballprofi Tobias Rau besuchte die Klasse 6 Picaflor in der Sporthalle in Borgholzhausen.

Dies war für die Schülerinnen und Schüler ein tolles Erlebnis, da er aufgrund seiner Tätigkeit bei Arminia Bielefeld zum Ende seiner Karriere für einige ein bekanntes Gesicht darstellt.

Vor seinem Wechsel zu Bielefeld spielte er unter anderem für den FC Bayern München und gewann dort die Deutsche Meisterschaft sowie den Deutschen Pokal. Sieben mal schnürte er für die deutsche Fußballnationalmannschaft die Schuhe und erzielte dabei einen Treffer. Seit seinem Karriereende spielt er zusammen mit dem Klassenlehrer Herrn Schulz im benachbarten Neuenkirchen Fußball im Amateurbereich.

Neben einem gemeinsamen Fußballspiel stand ein Interview im Mittelpunkt seines Besuchs. Zum Ende der Sportstunde verteilte Tobias Rau fleißig Autogramme.

 

Im Folgenden das Gedächtnisprotokoll des Interviews:

 

Wann haben Sie angefangen Fußball zu spielen?

Ich begann das Fußballspielen im Alter von vier Jahren. Ich wechselte von Ölper nach Braunschweig und später zum VfL Wolfsburg. Dort wurde ich Nationalspieler und wechselte zum FC Bayern.

 

Warum hörten Sie auf Fußball zu spielen?

Fußball kann man nur bis etwa 35 spielen. Ich hätte nochmal ins Ausland wechseln können, aber entschied mich für das Studium.

 

Haben Sie noch Kontakt zu anderen Spielern?

Selten, da sie viel unterwegs sind. Aber wenn es sich ergibt, dann ist alles wie früher – sehr freundschaftlich.

 

Haben Sie mit Schweinsteiger oder Lahm zusammengespielt?

Ja, mit Schweinsteiger. Lahm war zu der Zeit nach Stuttgart ausgeliehen.

 

 

Sind Sie Fan einer Mannschaft?

Ich bin kein richtiger Fan. Ich drücke den Vereinen die Daumen, für die ich gespielt habe. Grundsätzlich gucke ich gerne schönen Fußball.

 

Was waren Ihre schönsten Tore?

Mein erstes Bundesligator, das war damals mit dem VfL Wolfsburg. Es war nicht wirklich schön, aber für mich besonders. Und natürlich mein erstes Länderspieltor gegen Kanada.

 

Mussten Sie sich als Profi besonders ernähren?

Nein, einen Essensplan oder so gab es nicht. Aber abends gab es sicher keine Pommes mehr.

 

Würden Sie nochmal als Profi spielen wollen?

Nein, dazu wäre ich auch gar nicht mehr im Training. Ich fokussiere mich jetzt auf mein Studium.

 

Wie lange kennen Sie unseren Lehrer Herrn Schulz?

Seit wir gemeinsam im Verein spielen. Also etwa zweieinhalb Jahre.

 

Wie sind Sie damals zu Bayern gewechselt?

Das war ganz witzig. Ich war bei meiner Freundin als ich einen Anruf bekommen habe und sich jemand mit „Uli Hoeneß“ meldete. Ich dachte erst, dass ein Kumpel mir einen Streich spielen wollte.

 

Wir bedanken uns bei Tobias Rau für seinen tollen Besuch!