Sally Perel - unvergessliche Lesungen und Begegnungen

In den letzten 10 Jahren haben fünf Lesungen mit dem Israeli Sally Perel stattgefunden. Für die Schüler des 10. Jahrgangs entwickelte sich hier immer eine sehr beeindruckende Begegnung mit einem Zeitzeugen des Nationalsozialismus.

Sally Perel erzählt in seinem Buch seine wahre Geschichte, die Geschichte eines jüdischen Jungen, der unter dem Pseudonym Jupp Perjel der Hitlerjugend beitritt, die einzige Chance, im mörderischen System der Nationalsozialisten zu überleben. Drei Jahre bleibt er unerkannt, drei Jahre voller Angst, Zweifel und Selbstzweifel, aber auch voller Vorwürfe und Verzweiflung.

Diese Geschichte erzählt Sally Perel seinen Zuhörern. Aber ihm ist auch wichtig, im Gespräch mit den Schülern auf die Gefahren von Faschismus und Rassismus hinzuweisen, sie aufzufordern, sich offen und selbstbewusst gegen rechtsradikale Entwicklungen zu stellen. So lernen unsere Schüler Sally Perel als eine Persönlichkeit kennen, die sich mit großen Engagement für Toleranz über alle Grenzen hinweg einsetzt und den Zuhörern zeigt, wie rassistisches Gedankengut zu inhumanen Denken und Verhalten führt. Die Schüler sind fasziniert von dieser Person, die Erfahrungen weitergeben möchte und auf heutige Gefahren hinweist. Und sie erkennen, wie wichtig Sally Perel diese Gespräche und Ziele sind, auch noch im Alter von 87 Jahren.

 

Wir sind Sally Perel sehr dankbar, dass er im Mai 2012 die Patenschaft für unser Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ übernommen hat.

 

Wir hoffen auf noch viele weitere Lesungen und Gespräche mit Sally Perel.

 

-Dieter Wissmann-

 

Interview mit Sally Perel am 15.01.2015

Am 15.01.2015 besuchte uns zum vierten Mal Sally Perel, der auch die Patenschaft für unsere Schule im Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“(SoR) übernommen hat. Gleichzeitig ist er der Autor von dem Buch „Ich war Hitlerjunge Salomon“, welches auch später verfilmt wurde. In seinem Buch schildert er ausführlich seine Lebensgeschichte als Jude und seine Gefahren in der Hitlerjugend.

Wie bei jedem Besuch sprach er vor dem 10. Jahrgang über seine Erlebnisse während des zweiten Weltkrieges.

Theresa Sophie Kamp und Leon Rother nutzten die Gelegenheit und führten mit Sally Perel ein sehr informatives Interview über aktuelle Themen.

Interview mit Sally Perel.pdf
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